Der Auftakt fand am Freitagabend online statt. Unter dem Titel „Verhalten im Gleisbereich und Aufbau Rettungszug“ vermittelte der Theorieteil die Grundlagen für das Arbeiten im Bahnumfeld. Neben sicherheitsrelevanten Verhaltensregeln wurde auch die Struktur und Funktionsweise eines Rettungszuges der Deutschen Bahn anschaulich erklärt. Ergänzend erhielten die Teilnehmenden praktische Handlungsempfehlungen, wie etwa zur Kartenkunde im jeweiligen Einsatzgebiet oder zum Anfahren definierter Punkte entlang der Bahnstrecke über festgelegte Zufahrtswege.
Die theoretische Einführung bildete die Grundlage für den Praxistag am Samstag – eine Teilnahme an diesem ersten Termin war daher Voraussetzung, um beim Übungseinsatz in Burgsinn aktiv mitwirken zu dürfen.
Einsatztraining am Überholbahnhof Burgsinn
Am Samstagmorgen trafen sich die Helferinnen und Helfer der Ortsverbände Alzenau, Aschaffenburg, Karlstadt, Marktheidenfeld, Miltenberg und Ochsenfurt am Überholbahnhof in Burgsinn. Nach einer kurzen Begrüßung und Einweisung wurden die Teilnehmenden in vier Gruppen aufgeteilt, um die verschiedenen Komponenten des Rettungszuges kennenzulernen.
Ein Rettungszug der Deutschen Bahn besteht aus zwei Diesellokomotiven, zwei Transportwagen, einem Gerätewagen, einem Löschmittelwagen sowie einem Sanitätswagen. Alle Wagen sind für den schnellen Einsatz bei Bahnunfällen oder Großschadenslagen konzipiert und können sowohl Rettungs- als auch Löscheinsätze unterstützen.
Realistisches Szenario am Nachmittag
Nach der theoretischen Einweisung und einer Mittagspause ging es für die gemischten Gruppen in die praktische Umsetzung: In einem realitätsnahen Unfallszenario wurde der Ablauf eines kompletten Rettungseinsatzes trainiert. Dabei besetzten die THW-Helferinnen und -Helfer die verschiedenen Waggons des Rettungszuges und setzten das zuvor Gelernte in die Praxis um – von der Erkundung der Lage über die technische Hilfeleistung bis hin zur Koordination von Rettungs- und Löschmaßnahmen.
Fazit
Am Ende der zweitägigen Übung zogen alle Beteiligten ein durchweg positives Fazit. Die Teilnehmenden konnten wertvolle Erfahrungen im Umgang mit dem speziellen Rettungsgerät der Bahn sammeln und das Zusammenspiel zwischen den Ortsverbänden stärken.
„Solche praxisnahen Trainingseinheiten sind für uns enorm wichtig, um im Ernstfall schnell und sicher handeln zu können“, lautete das einhellige Fazit vieler Teilnehmer.
Ein besonderer Dank galt der Regionalstelle Karlstadt und insbesondere Isabellé Bechtold, die die Übung federführend organisiert und begleitet hatte sowie den verschiedenen Trainern aus Feuerwehren der Umgebung.

