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Großübung in Miltenberg: THW probt Katastrophenszenario Flugzeugabsturz – Acht Helfer aus Karlstadt dabei

Am vergangenen Wochenende fand in Miltenberg eine großangelegte Katastrophenschutzübung des Technischen Hilfswerks statt. Unter realistischen Bedingungen wurde der Absturz zweier Flugzeuge nachgestellt – mit Blaulicht, Funkverkehr und komplexen Einsatzlagen. Insgesamt mehr als 80 Einsatzkräfte aus acht Ortsverbänden waren gefordert, innerhalb von 24 Stunden sechs aufeinanderfolgende Szenarien zu bewältigen.

Auch der Ortsverband Karlstadt war mit acht Helfern vertreten, die gemeinsam mit den anderen Einheiten ihr Können unter Beweis stellten.

Zu den beteiligten Ortsverbänden gehörten neben Karlstadt auch Alzenau, Aschaffenburg, Kitzingen, Marktheidenfeld, Michelstadt, Würzburg sowie der gastgebende OV Miltenberg. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Sanitätsdiensten und dem Landratsamt, die zusätzliche Übungslagen einspielten, um die Realität so genau wie möglich nachzubilden.

Anspruchsvolle Szenarien

Die Übung orientierte sich an einem Unglück wie dem Flugzeugabsturz von Überlingen: Nach einer simulierten Kollision einer Tupolew mit einer Boeing 757 verteilten sich Trümmer über mehrere Ortschaften. Daraus ergaben sich sechs unterschiedliche Einsatzstellen – unter anderem ein drohendes Chaos an einem Bereitstellungsplatz in Amorbach, Brände im Ortsteil Neudorf, ein Vollbrand im Kreisaltenheim, die Versorgung zahlreicher Verletzter, die Einrichtung eines Hubschrauberlandeplatzes sowie die Entdeckung von Flugzeugteilen im Waldgebiet am Beuchner Berg. Hinzu kam die Koordination einer Polizeihundertschaft zur Erkundung des Einsatzraums.

Zusammenarbeit der Zugtrupps

Die Übungsleitung lag beim OV Miltenberg unter Zugführer Michael Zipf, der gemeinsam mit Michelstadt auch die Funk-Gegenstelle stellte. Besondere Aufmerksamkeit lag auf dem Zusammenspiel der verschiedenen Zugtrupps, dem Führen von Lagekarten, der Dokumentation im Einsatztagebuch sowie einer funktionierenden Kommunikation. Von Freitagabend bis Samstagnachmittag mussten die Führungseinheiten zahlreiche Aufgaben gleichzeitig bewältigen – von der Versorgung der Feuerwehr mit Löschwasser bis hin zum Einrichten von Notunterkünften oder dem Abtransport von Wrackteilen. Immer wieder wurden neue Szenarien eingespielt, die schnelle Entscheidungen und sauberes Arbeiten erforderten.
Für die acht Teilnehmenden aus Karlstadt bedeutete dies wertvolle praktische Erfahrung im Bereich Führungsarbeit unter realistischen Bedingungen.

Wechsel unter realen Einsatzbedingungen

Ein weiterer Schwerpunkt war die planmäßige Übergabe der Einsatzführung zwischen den verschiedenen Zugtrupps. Auch die Karlstadter Helfer waren in diesen Wechsel eingebunden – eine Herausforderung, da Informationen präzise und vollständig übermittelt werden müssen. Nur so können Lage, Personal, Material und Logistik reibungslos weitergeführt werden.

Fazit: Wichtige Erfahrung für den Ernstfall

Nach 24 intensiven Übungsstunden endete die Großübung mit einem Lagevortrag und einer Nachbesprechung. Alle Teilnehmenden, darunter auch die acht Helfer des OV Karlstadt, zeigten sich zufrieden: Anspruchsvolle Szenarien, vielschichtige Anforderungen und eine hervorragende Organisation sorgten dafür, dass die Einsatzkräfte bestmöglich geschult wurden.
Ein besonderer Dank ging an den OV Miltenberg für die Organisation, die professionelle Durchführung sowie die ausgezeichnete Verpflegung.


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